Einfach mal „Danke“ sagen!

Ich bin wütend. Und traurig. Und irgendwie niedergeschlagen. Außerdem verstoße ich gegen meinen eigenen Vorsatz, nicht zu schreiben, wenn ich meine Gefühle nicht im Griff habe. Und jetzt gerade habe ich das nicht. Weil ich,wie gesagt, wütend bin. Und noch einiges mehr. Und deswegen werde ich in diesem Artikel wahrscheinlich beledigend werden. Oder verletztend. Oder ungerecht. Oder alles davon.

Ich möchte mich hiermit bedanken: Bei den Leuten, die es mit ihren Kommentaren zu meinen Fotos auf Facebook, WhatsApp und Co geschafft haben, mein Selbstvertrauen wieder in den Keller zu befördern. Ich habe wirklich lange gebraucht, um mich nicht mehr 24/7 unattraktiv zu finden. „Nimm das Bild raus, du siehst aus wie Gollum!“. „Oh, jetzt also auch Schockbilder auf Facebook!“
Danke, vielen, vielen Dank! Danke, dass ich jetzt keiner Frau mehr länger als Sekundenbruchteile ins Gesicht sehen kann, wenn ich mit ihr spreche. Danke, dass ich mir jetzt schon den Winter zurück wünsche, damit ich draußen einen Schal tragen kann, der wenigstens einen Teil von meinem Gesicht verdeckt. Und danke, dass ich jetzt doch nicht das Fitnessstudio auf der Arbeit benutze und weiter dazu gezwungen bin, hier zu Hause zu trainieren, so gut es geht. Danke, dass ich bei dem Wetter jetzt nicht in den Pool springe und meine Badehose ganz hinten in den Schrank gestopft habe. Und dafür, dass ich generell keine kurzen Hosen trage und bei den seltenen Momenten, wo ich mal raus muss, zum Einkaufen oder so, trotz 30 Grad eine Jeans trage. Ich kann euch gar nicht genug danken.

Danke auch an die, die, wenn ich ihnen davon erzähle, ihre besten Kalendersprüche auspacken. Danke dafür, dass ihr immer ein tolles Facebookbildchen parat habt, an das ihr selbst eigentlich nur glauben könnt, wenn euer IQ ungefähr bei Zimmertemperatur liegt. Wenn ihr nichts eigenes, sinnvolles zu sagen habt, sagt am besten gar nichts. Und die, die das Gespräch dann weiter führen müssen, weil sie glauben, sie müssten Mitgefühl vortäuschen und es dann auf mein Singleleben lenken müssen… Ihr könnt nicht sagen, dass Frauen auf Arschlöcher stehen und euch dann beschweren, wenn ich euren Freund ein Arschloch nenne. Oder steht ihr nicht auf ihn?
Und auch der Satz: „Wäre ich Single, würd ich dich sofort nehmen!“ Danke, dass ich immerhin dazu tauge, deinen Singlestatus zu ändern, aber nicht als Mensch, mit dem man ernsthaft zusammen sein möchte.
„Auf jeden Topf passt ein Deckel.“ Nun, ich kann dir spontan ein halbes Dutzend Leute vorstellen, die, einfach ausgedrückt, das meiste hinter sich haben und immer noch allein sind. Aber wahrscheinlich habt ihr auch dafür wieder eine tolle Erklärung.

Danke auch an meine Mutter, die nahezu jede Entscheidung, die ich treffe mit „Möchtest du nicht lieber….“ beantwortet. Natürlich, weil es ja nicht sein kann, dass ich überhaupt einmal etwas richtig mache. Es ist ja scheinbar schon ein Wunder, dass ich täglich koche. Bei meinen Brüdern völlig normal, aber bei mir?!?! „Ich wusste gar nicht, dass du einen Grill anmachen kannst!“ Vielen Dank, Mama, dass du daran zweifelst, dass ich auf der Arbeit noch nie Mist gebaut habe, der zu teuren Kundenreklamationen oder Wiederholarbeiten geführt hat. Wahrscheinlich könnte ich mit einer Goldmedaille von den Olympischen Spielen nach Hause kommen und ihr erster Satz wäre: „Biste sicher, dass die anderen dich nicht haben gewinnen lassen?“

Danke auch, dass sie nicht versteht, dass ihr Angebot, mit mir in den Urlaub zu fahren, weil ich sonst niemanden finde, alles nur noch 10000 mal schlimmer macht.

Herrgott, ich liebe meine Mama, aber jedesmal, wenn sie mich darauf anspricht, möchte ich mir ein Messer in den Hals rammen.

Danke auch an die, die mir übel nehmen, dass ich wegen meiner Erkrankung bestimmte Feiern nicht besuchen kann. Tut mir leid, dass ich krank bin und bei jedem Schub immer eine Toilette in der Nähe brauche. 25 bis 30 mal am Tag. Tut mir leid, dass ich mehrere Stunden weder essen noch trinken kann, wenn ich nur einkaufen fahren oder zum Arzt gehen möchte, weil es dann wenigstens für 2 Stunden ohne Toilette geht. Tut mir leid, dass es dann wieder etwa 2 Wochen dauert, bis es mir besser geht. Und tut mir leid, dass ich 14 Kilo verloren habe. Danke, dass ihr das bei jeder Gelegenheit erwähnt. Ich gebe mir größte Mühe, für euch wieder mein altes Gewicht zurück zu bekommen. Das mich das selbst auch nicht begeistert, geht in eure Köpfe nicht rein, oder?

Danke an die, die mich aufbauen wollen und mir so tolle Dinge aufzählen, wie „Du kennst so viele Filme und Serien.“ Spitze! Ich häng pausenlos nur vor der Glotze. Was bin ich für ein Supertyp!

Bin schon gespannt, wann und wo mir das nächste mal meine Unzulänglichkeiten ins Gesicht geballert werden. Viel Spaß dabei und jetzt schonmal ein dickes Danke dafür!

Und die, die mir in solchen Momenten sagen, ich solle das entweder ignorieren, mir nicht zu Herzen nehmen oder sonst einen Mist… Ich weiß nicht, was bei euch schief läuft, aber mich lässt es nicht kalt, wenn mich Menschen, die mir wichtig sind, für hässlich und unfähig halten!

Es macht keinen Spaß!

Ich würde gerne wissen, ob das nur mir so geht, oder ob auch andere davon betroffen sind. Die letzten 5 oder 6 Tage macht mit nichts mehr Spaß. Egal, was ich versuche. Musik macht mich nicht mehr fröhlich, meine Lieblingsfilme und -serien auch nicht. Selbst die neuen Videospiele, mit denen ich vor kurzem noch so manche Stunde gefüllt habe, reizen mich nicht mehr. Dabei habe ich sie nicht einmal bis zum Ende gespielt.

Und obwohl ich eine kurze Arbeitswoche und dann ein langes Wochenende vor mir habe, freue ich mich nicht. Weil ich keine Idee habe, was ich tun könnte. 2  Besuche bei der Familie stehen an, aber auch da hält sich die Vorfreude in Grenzen. Und es nervt mich tierisch, weil die Langeweile, die dadurch entsteht, das Gefühl noch intensiver macht. Und dadurch sinkt meine Laune extrem. Dann fühl ich mich einsam, mies behandelt und überhaupt sind alle blöd. Ich bin mir sicher, dass diese Phase vorbei geht, aber jede Stunde davon nervt mich.

Let’s talk about…

Ja, ich habe überlegt, den Beitrag komplett nach dem Song von Salt ’n Pepper zu benennen, aber ich möchte nicht über Sex reden.
Worüber ich reden möchte, weiß ich auch nicht so genau. Zumindest in diesem Augenblick nicht. Wahrscheinlich über gar nichts. Aber das ist ja nicht immer so. Das Problem ist, dass ich oft nicht viel zu sagen habe. Ich kann zwar reden, aber ich sage nicht viel. Zu ganz vielen Dingen kann ich etwas sagen. Etwas, dass ich mal gelesen habe. Oder eine Meinung, die ich zu bestimmten Themen habe. Aber im Freundes- und Bekanntenkreis wird es immer schwerer, den Anschluss zu finden.
Der Großteil der Leute ist in festen Beziehungen bzw Ehen. Manche haben ein Haus gebaut, viele haben ein Kind oder Kinder. Oder wenigstens einen Hund. Andere sprechen gern über ihren Kampfsport oder das letzte Konzert, dass sie gespielt haben. Nach der Schule unterhielten sich viele am Wochenende über das, was sie bei der Bundeswehr erlebt haben.
Ich habe eine mit Farbe beschmierte Leiter im Wohnzimmer stehen.

Man sieht, der Beitrag, den ich zu solchen Gesprächen leisten kann, hält sich in überschaubaren Grenzen. Ich treibe keinen Sport,spiele in keiner Band, war nie beim Bund, habe kein Haus gebaut und auch kein Kind in die Welt gesetzt. Natürlich erzähle ich oft von meinem Neffen. Den habe ich aber nie länger als 8 Stunden am Stück um mich gehabt. Ich war nicht dabei, als er seine erstens Schritte gemacht oder sein erstes Wort gesagt hat. Ich kann nicht von meiner Hochzeit erzählen oder Geschichten über ein Haustier zum besten geben. Und ich merke, wie ich bei solchen Gesprächen im Stuhl immer tiefer rutsche, weil ich das Gefühl habe, unsichtbar werden zu wollen. Ich bin zwar da, aber nicht dabei. Irgendwann wird man unabsichtlich ausgegrenzt. Und man fühlt sich irgendwie allein auf weiter Flur. Nicht, dass ich mit den Leute nicht auch über Filme oder sowas sprechen könnte. Aber über etwas, das mich direkt betrifft, etwas, dass ich aktiv erlebt oder gestaltet habe; solche Themen sind gar nicht mehr da.

Und manchmal spreche ich wirklich gern mit Menschen. Wirklich.

Lebe deine Träume, sagen sie…

Vor etwa 1 Stunde bin ich wach geworden (Nachtschicht!) und konnte mich dummerweise an meinen Traum erinnern. Grob gesagt ging es darum, was mir vor etwa 10 bis 15 Jahren durchgehend passiert ist. Die Frau, die, vereinfacht ausgedrückt, mein Leben komplett in der Hand hatte, hat Hoffnung aufgebaut um sie mit einem Schlag zu zerstören.
Die wenigsten haben diese Zeit bei mir miterlebt und deswegen fällt es mir auch so schwer, zu beschreiben, was damals los war. Stellt euch vor, es gibt einen einzigen Menschen auf der Welt, der mit nur einem Wort einer Nachricht oder einem Bild den Boden unter euren Füßen aufreißen kann, um euch in eure ganz persönliche Hölle zu ziehen. So ging es mir für etwa 5 Jahre immer wieder.
Und genau davon habe ich geträumt. Und trotz des zeitlichen Abstands hat es sich beim Aufwachen so angefühlt, als wäre all die emotionale Stabilität, die ich mir in den letzten 12 Monate aufgebaut habe, mit einem Schlag dahin.

Ich habe wirklich gedacht, ich hätte es unauffindbar vergraben. Ich habe mich wohl geirrt. Lebe deine Träume, sagen sie. Das habe ich lange Zeit getan und es hat keinen Spaß gemacht.

Noch da?

Bin ich! Allerdings leer, was Ideen angeht. Leer, was schreibwürdiges Gedankengut angeht.
Samstag habe ich mich mal wieder unter Menschen getraut. Kleines Metal-Festival in Paderborn. Lokale Bands, die ich mir nie ansehe. Ich gehe nur hin, weil ein sehr guter Freund zum Team gehört, welches das ganze Gedudel veranstaltet. Da ich vor ein paar Monaten mal an der Kasse und bei der Eingangskontrolle ausgeholfen habe, ist man jetzt der Meinung, ich bräuchte weder Eintritt noch Getränke zahlen. Musste ich dann wirklich nicht, weswegen ich gleich wieder ein schlechtes Gewissen hatte.

Die Vorfreude auf den Abend war groß, die Eigentliche dann nicht mehr. Nun bin ich wie gesagt, nur wegen eines Freundes hin, der dann den halben Abend damit verbracht hat, auf seinem Smartphone zu schreiben. Eigentlich nicht seine Art, dennoch nicht weniger nervig. So habe ich dann versucht, mit fremden Leuten ins Gespräch zu kommen. Klappte weniger gut. Man mag mich nicht. Keine Ahnung, wieso! Ich habe dann die letzte Stunde bis Mitternacht eigentlich nur auf nem Stuhl gesessen, ein Bier getrunken und darauf gewartet, dass ich einer Bekannten zum Geburtstag gratulieren kann. Etwa 8 Minuten später bin ich gefahren. Und die Tatsache, dass ich trotz der etwa 160 Besucher nur 3 halbe Gesprächspartner hatte, 2 doofe Sprüche und etwa 67 noch dümmere Blicke kassiert habe, lässt den Eindruck entstehen, dass es mit mir und Menschen nicht mehr klappt. Also, von Angesicht zu Angesicht nicht. Überlege jetzt schon, was ich beim nächsten mal sage, um nicht hingehen zu müssen. „I don’t like mondays“ zählt an Samstagen wohl nicht.

Tage.

Gestern war so ein Tag, an dem ich nicht aufhören konnte, zu weinen. 2 mal habe ich versucht, einkaufen zu fahren. Einmal habe ich im Auto aufgegeben, das zweite mal habe ich es immerhin bis zur nächsten Straße geschafft, bis ich dann doch wieder heim gefahren bin. Heulend durch den REWE muss nicht sein.Wenn ich mich mal kurz gefangen habe, hat es oft nicht lange gedauert, bis es wieder aus mir heraus brach. Jetzt, glaube ich, ist erst einmal alles leer geweint und ich konnte doch ungefähr 4 Stunden schlafen. Ich habe Angst vor solchen Tagen, weil mir da die Einsamkeit immer mehr bewusst wird. Und nichts wünsche ich mir mehr, als jemanden hier zu haben, der da ist. Der vielleicht mit mir weint. Aber da ist niemand. Niemand.

Zwischen Wahnsinn und Genie…

befinde ich mich nicht, denn dafür fehlt mir Letzteres. Der Wahnsinn steckt aber doch irgendwo. Ein innerer Wahnsinn. Ein inneres Chaos, dass in den letzten 5 bis 6 Tagen extrem an meinem Schädel rüttelt, weil es raus gelassen werden möchte.

Das ist an sich nichts ungewöhnliches, nicht neues, aber es ist anstrengend. Ich versuche momentan, den Rhythmus der Nachtschicht loszuwerden, was dazu führt, dass ich Nachts in etwa 3 bis 4 Stunden schlafe, egal, wie müde und/oder besoffen ich war.
Da ich keine 17 mehr bin, reicht das natürlich nicht. Und so schlafe ich tagsüber viel. Wohl dem, der sich diesen Luxus erlauben kann. Ein Luxus ist das sicherlich, allerdings bedeutet ein so unregelmäßiger Tagesablauf auch mitunter Verwirrung, Langeweile und Erschöpfung.  Oder in meinem Fall: Zu viel Zeit, in der das Hirn nicht beschäftigt ist.
Und so heißt es: Feuer frei! Alle Rohre laden und raus damit.
Bedeutet: Es schießen Gedanken von A nach Z und wieder zurück, völlig ungebremst, unkontrolliert.

Das Problem bei der Sache ist, sie sind so verschieden wie nur irgendwas. Manches mal weine ich mich in den Schlaf, weil ich an ein paar bestimmte Momente mit S. denke, die niemals wieder kommen; wache ich auf, geht mein erster Gedanke in die entgegengesetzte Richtung und ich möchte L. am liebsten anrufen und ihr sagen, was für eine F*tze sie in meinen Augen ist und das ich heute noch darunter leide, was sie mir vor Jahren angetan hat. Natürlich tue ich das nicht. Und das liegt nicht nur daran, dass ich ihre Nummer gar nicht mehr habe.

Dieses Wechselbad ist ungeheuer anstrengend und raubt mir viel Energie. Die Pläne, die ich für meinen Urlaub hatte, erscheinen mir jetzt schon viel zu anstrengend und zeitraubend.

Es ist merkwürdig, dass ich Urlaub habe, mich ausruhen kann, wann immer ich will und mir trotzdem die Energie für fast alles fehlt. Jemand einen Tipp? Oder wenigstens eine Südseeinsel, auf der ich von vorne anfangen kann?

Was bin ich?

Ich wurde gestern gefragt, ob ich nicht meine Beschreibung mal aktualisieren könnte. Könnte ich schon, möchte ich aber nicht. Dennoch dachte ich mir, ich gebe ein bisschen mehr Preis über den Hornochsen, der hier so unregelmäßig schreibt. Und das in einer Art Stöckchenform. Ich denke, dadurch erfährt man auch das ein oder andere über mich.

 

Die letzten 5 Songs, die ich gehört habe:

Die Toten Hosen – Bonnie und Clyde

P!nk – Raise your glass

Friendly Indians – I know you know

Sixx:A.M. – Skin

Die Ärzte – Sweet Gwendoline

Die letzten 5 Filme, die ich mir angesehen habe:

  • Serenity – Flucht in neue Welten (Hammerteil!)
  • Moon (Vollkommen unterschätzt!)
  • Geständnisse – Confessions of a dangerous mind (Ich hab es mit Sam Rockwell!)
  • Kiss Kiss Bang Bang (Robert Downey Jr geht immer!)
  • Teenage Mutant Ninja Turtles 2 (Muss ich nicht nochmal haben!)

 

Die letzten 5 Serien, von denen ich mindestens 1 Folge gesehen habe:

  • Scrubs
  • Psych
  • The Preacher
  • Elementary (Sherlock mal anders!)
  • Firefly

 

Die letzten 5 Bücher, die ich komplett gelesen habe:

  • Der Herr der Ringe
  • Die Bibel nach Biff
  • Warum man Spaghetti nicht durch 2 teilen kann
  • Der Pate
  • Der Medicus

5 Dinge, die mich wahnsinnig machen:

  • Wenn man ein Glas oder eine Flasche direkt an die Tischkante stellt, obwohl genug Platz ist! (Besonders toll, wenn Kleinkinder direkt davor sitzen.)
  • Mit Freunden am Bahnhof zu stehen und diese alle Ansagen mit lautem Gerede übertönen.
  • Wenn meine Mutter mit mir redet, während ich telefoniere.
  • Wenn Anschläge am schwarzen Brett auf der Arbeit von 50% der Mitarbeiter nicht gelesen werden und die danach unwissend tun.
  • Menschen, die schon eine halbe Stunde in der Schlange stehen und dann nicht wissen, was sie bestellen sollen.

 

5 Gerüche, die ich mag:

  • Frisch gebackene Waffeln
  • Frisch gemähtes Gras
  • Hähnchen
  • Babys
  • Den Geruch in Bibliotheken

 

5 Dinge, vor denen ich mich fürchte:

  • Zahnärzte
  • Clowns
  • Einsamkeit
  • Demenz
  • Ein Körperteil zu verlieren

 

5 Berufe, von denen ich als Kind geträumt habe:

  • Astronaut
  • Formel 1-Pilot
  • Fußballer
  • Hubschrauberpilot
  • Feuerwehrmann

 

5 Schulfächer, die ich nicht mochte:

  • Mathematik
  • Französisch
  • Textverarbeitung
  • Chemie
  • Rechnungswesen

 

5 Schulfächer, die ich mochte:

  • Sport
  • Englisch
  • Politik
  • Religion
  • Wirtschafts- und Sozialkunde

 

5 Laster, die ich habe:

  • Rauchen
  • Zu viel Kaffee trinken
  • Zu viel Schlafen
  • Zu wenig Sport
  • Faulheit, was aufräumen angeht

 

Das war jetzt so irre einschläfernd, dass ich dringend einen Schlussstrich ziehen muss. Vielleicht hilft es irgendwem, mehr über mich zu erfahren.

 

Das MUSST du erlebt haben!

Guten Morgen da draußen!

Letzte Nacht sprach ich mit einem Kollegen über verschiedene Aktivitäten. Worauf er mir erzählte, dass er mal einen Fallschirmsprung gemacht hat und auf einer Restauranttoilette Sex mit einer Brautjungfer hatte. „Musste unbedingt machen, bevor du abdankst!“ war sein Kommentar. Ich bin jetzt nicht ganz sicher, was davon er meinte, aber ich habe darüber nachgedacht, dass ich schon oft davon gelesen habe, was man getan/erlebt/gesehen haben sollte, bevor man in den Torf geschoben wird.

Und mich würde mal interessieren, ob ihr auch so etwas habt. Vielleicht sogar eine Liste mit Dingen, von denen ihr denkt, dass man sie mal gemacht haben sollte. Und vielleicht mögt ihr eure Ideen teilen! Fände ich sehr spannend.

In diesem Sinne…

Vermissen.

Weißt du, was komisch ist? Heute ist es 7 Jahre her, dass du von uns gegangen bist. Es ist jetzt 2:31 Uhr (ja, ich schlafe in den letzten Wochen mehr als beschissen) und du warst mein erster Gedanke, als ich vor etwa einer halben Stunde wach geworden bin. Eigentlich ist es doch so, dass man mit den Jahren lernt, mit dem Gedanken zu leben. Nicht, das man dich weniger vermisst, aber es ist nicht ständig präsent, so wie in den ersten Tagen und Wochen danach. Eigentlich.
Aber in den letzten 2 bis 3 Wochen vermisse ich dich mehr als zuvor. Vielleicht liegt es daran, dass ich dich noch nie so gebraucht habe, wie jetzt.

Ich weiß nicht, wann ich mich zuletzt so hilf- und ideenlos gefühlt habe wie in den letzten Wochen. Oft geweint habe ich auch.
Aber was solltest du dagegen tun, wenn du noch da wärst? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht, aber trotzdem habe ich das Gefühl, als würde es mir helfen.
Papa hat mal zu mir gesagt, dass wir beide uns ähnlicher waren als den anderen beiden. Vielleicht hatte er Recht. Vielleicht lag es daran, dass wir beide extrem dickköpfig und oft uneinsichtig waren. Ich weiß noch, dass es zwischen uns beiden immer am heftigsten geknallt hat, wenn wir uns gezofft haben. Viel stärker als wenn wir Zoff mit den anderen hatten.
Du weißt nicht, wie mir das fehlt.

Und jetzt sitze ich hier völlig daneben vor meiner Tastatur und mein Kopf ist so von Nützlichem befreit, dass es erschreckend ist. Viel Chaos geht da oben ab. Ein Gewirr aus einer Million Gedanken, die nicht zusammen passen und pausenlos aufeinander knallen. Und ich bringe keine Ruhe rein. Es gewittert in meinem Kopf, so das ich nicht schlafen und oft nicht mehr lachen kann.
Ich habe komplett den Halt verloren. Den Bezug zum Alltag. Ich klammere mich immer wieder an Erinnerungen. Erinnerungen an Momente, die schön und glücklich waren. Dann gelingt es mir manchmal, runter zu fahren, um einschlafen zu können. Das Aufwachen ist dann aber oft um so heftiger.

Und schon ist es wieder so weit! Regungslos sitz ich hier, 1000 Worte in meinem Kopf, die zu dir sprechen wollen und ich bringe sie nicht heraus.

Also mache ich jetzt Schluss für heute und versuche, mich wieder in den Schlaf zu bringen.

Nur eins noch: Wenn du es irgendwie einrichten kannst, ich könnte deine Hilfe wirklich gut brauchen.