Tage.

Gestern war so ein Tag, an dem ich nicht aufhören konnte, zu weinen. 2 mal habe ich versucht, einkaufen zu fahren. Einmal habe ich im Auto aufgegeben, das zweite mal habe ich es immerhin bis zur nächsten Straße geschafft, bis ich dann doch wieder heim gefahren bin. Heulend durch den REWE muss nicht sein.Wenn ich mich mal kurz gefangen habe, hat es oft nicht lange gedauert, bis es wieder aus mir heraus brach. Jetzt, glaube ich, ist erst einmal alles leer geweint und ich konnte doch ungefähr 4 Stunden schlafen. Ich habe Angst vor solchen Tagen, weil mir da die Einsamkeit immer mehr bewusst wird. Und nichts wünsche ich mir mehr, als jemanden hier zu haben, der da ist. Der vielleicht mit mir weint. Aber da ist niemand. Niemand.

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Zwischen Wahnsinn und Genie…

befinde ich mich nicht, denn dafür fehlt mir Letzteres. Der Wahnsinn steckt aber doch irgendwo. Ein innerer Wahnsinn. Ein inneres Chaos, dass in den letzten 5 bis 6 Tagen extrem an meinem Schädel rüttelt, weil es raus gelassen werden möchte.

Das ist an sich nichts ungewöhnliches, nicht neues, aber es ist anstrengend. Ich versuche momentan, den Rhythmus der Nachtschicht loszuwerden, was dazu führt, dass ich Nachts in etwa 3 bis 4 Stunden schlafe, egal, wie müde und/oder besoffen ich war.
Da ich keine 17 mehr bin, reicht das natürlich nicht. Und so schlafe ich tagsüber viel. Wohl dem, der sich diesen Luxus erlauben kann. Ein Luxus ist das sicherlich, allerdings bedeutet ein so unregelmäßiger Tagesablauf auch mitunter Verwirrung, Langeweile und Erschöpfung.  Oder in meinem Fall: Zu viel Zeit, in der das Hirn nicht beschäftigt ist.
Und so heißt es: Feuer frei! Alle Rohre laden und raus damit.
Bedeutet: Es schießen Gedanken von A nach Z und wieder zurück, völlig ungebremst, unkontrolliert.

Das Problem bei der Sache ist, sie sind so verschieden wie nur irgendwas. Manches mal weine ich mich in den Schlaf, weil ich an ein paar bestimmte Momente mit S. denke, die niemals wieder kommen; wache ich auf, geht mein erster Gedanke in die entgegengesetzte Richtung und ich möchte L. am liebsten anrufen und ihr sagen, was für eine F*tze sie in meinen Augen ist und das ich heute noch darunter leide, was sie mir vor Jahren angetan hat. Natürlich tue ich das nicht. Und das liegt nicht nur daran, dass ich ihre Nummer gar nicht mehr habe.

Dieses Wechselbad ist ungeheuer anstrengend und raubt mir viel Energie. Die Pläne, die ich für meinen Urlaub hatte, erscheinen mir jetzt schon viel zu anstrengend und zeitraubend.

Es ist merkwürdig, dass ich Urlaub habe, mich ausruhen kann, wann immer ich will und mir trotzdem die Energie für fast alles fehlt. Jemand einen Tipp? Oder wenigstens eine Südseeinsel, auf der ich von vorne anfangen kann?

Was bin ich?

Ich wurde gestern gefragt, ob ich nicht meine Beschreibung mal aktualisieren könnte. Könnte ich schon, möchte ich aber nicht. Dennoch dachte ich mir, ich gebe ein bisschen mehr Preis über den Hornochsen, der hier so unregelmäßig schreibt. Und das in einer Art Stöckchenform. Ich denke, dadurch erfährt man auch das ein oder andere über mich.

 

Die letzten 5 Songs, die ich gehört habe:

Die Toten Hosen – Bonnie und Clyde

P!nk – Raise your glass

Friendly Indians – I know you know

Sixx:A.M. – Skin

Die Ärzte – Sweet Gwendoline

Die letzten 5 Filme, die ich mir angesehen habe:

  • Serenity – Flucht in neue Welten (Hammerteil!)
  • Moon (Vollkommen unterschätzt!)
  • Geständnisse – Confessions of a dangerous mind (Ich hab es mit Sam Rockwell!)
  • Kiss Kiss Bang Bang (Robert Downey Jr geht immer!)
  • Teenage Mutant Ninja Turtles 2 (Muss ich nicht nochmal haben!)

 

Die letzten 5 Serien, von denen ich mindestens 1 Folge gesehen habe:

  • Scrubs
  • Psych
  • The Preacher
  • Elementary (Sherlock mal anders!)
  • Firefly

 

Die letzten 5 Bücher, die ich komplett gelesen habe:

  • Der Herr der Ringe
  • Die Bibel nach Biff
  • Warum man Spaghetti nicht durch 2 teilen kann
  • Der Pate
  • Der Medicus

5 Dinge, die mich wahnsinnig machen:

  • Wenn man ein Glas oder eine Flasche direkt an die Tischkante stellt, obwohl genug Platz ist! (Besonders toll, wenn Kleinkinder direkt davor sitzen.)
  • Mit Freunden am Bahnhof zu stehen und diese alle Ansagen mit lautem Gerede übertönen.
  • Wenn meine Mutter mit mir redet, während ich telefoniere.
  • Wenn Anschläge am schwarzen Brett auf der Arbeit von 50% der Mitarbeiter nicht gelesen werden und die danach unwissend tun.
  • Menschen, die schon eine halbe Stunde in der Schlange stehen und dann nicht wissen, was sie bestellen sollen.

 

5 Gerüche, die ich mag:

  • Frisch gebackene Waffeln
  • Frisch gemähtes Gras
  • Hähnchen
  • Babys
  • Den Geruch in Bibliotheken

 

5 Dinge, vor denen ich mich fürchte:

  • Zahnärzte
  • Clowns
  • Einsamkeit
  • Demenz
  • Ein Körperteil zu verlieren

 

5 Berufe, von denen ich als Kind geträumt habe:

  • Astronaut
  • Formel 1-Pilot
  • Fußballer
  • Hubschrauberpilot
  • Feuerwehrmann

 

5 Schulfächer, die ich nicht mochte:

  • Mathematik
  • Französisch
  • Textverarbeitung
  • Chemie
  • Rechnungswesen

 

5 Schulfächer, die ich mochte:

  • Sport
  • Englisch
  • Politik
  • Religion
  • Wirtschafts- und Sozialkunde

 

5 Laster, die ich habe:

  • Rauchen
  • Zu viel Kaffee trinken
  • Zu viel Schlafen
  • Zu wenig Sport
  • Faulheit, was aufräumen angeht

 

Das war jetzt so irre einschläfernd, dass ich dringend einen Schlussstrich ziehen muss. Vielleicht hilft es irgendwem, mehr über mich zu erfahren.

 

Das MUSST du erlebt haben!

Guten Morgen da draußen!

Letzte Nacht sprach ich mit einem Kollegen über verschiedene Aktivitäten. Worauf er mir erzählte, dass er mal einen Fallschirmsprung gemacht hat und auf einer Restauranttoilette Sex mit einer Brautjungfer hatte. „Musste unbedingt machen, bevor du abdankst!“ war sein Kommentar. Ich bin jetzt nicht ganz sicher, was davon er meinte, aber ich habe darüber nachgedacht, dass ich schon oft davon gelesen habe, was man getan/erlebt/gesehen haben sollte, bevor man in den Torf geschoben wird.

Und mich würde mal interessieren, ob ihr auch so etwas habt. Vielleicht sogar eine Liste mit Dingen, von denen ihr denkt, dass man sie mal gemacht haben sollte. Und vielleicht mögt ihr eure Ideen teilen! Fände ich sehr spannend.

In diesem Sinne…

Vermissen.

Weißt du, was komisch ist? Heute ist es 7 Jahre her, dass du von uns gegangen bist. Es ist jetzt 2:31 Uhr (ja, ich schlafe in den letzten Wochen mehr als beschissen) und du warst mein erster Gedanke, als ich vor etwa einer halben Stunde wach geworden bin. Eigentlich ist es doch so, dass man mit den Jahren lernt, mit dem Gedanken zu leben. Nicht, das man dich weniger vermisst, aber es ist nicht ständig präsent, so wie in den ersten Tagen und Wochen danach. Eigentlich.
Aber in den letzten 2 bis 3 Wochen vermisse ich dich mehr als zuvor. Vielleicht liegt es daran, dass ich dich noch nie so gebraucht habe, wie jetzt.

Ich weiß nicht, wann ich mich zuletzt so hilf- und ideenlos gefühlt habe wie in den letzten Wochen. Oft geweint habe ich auch.
Aber was solltest du dagegen tun, wenn du noch da wärst? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht, aber trotzdem habe ich das Gefühl, als würde es mir helfen.
Papa hat mal zu mir gesagt, dass wir beide uns ähnlicher waren als den anderen beiden. Vielleicht hatte er Recht. Vielleicht lag es daran, dass wir beide extrem dickköpfig und oft uneinsichtig waren. Ich weiß noch, dass es zwischen uns beiden immer am heftigsten geknallt hat, wenn wir uns gezofft haben. Viel stärker als wenn wir Zoff mit den anderen hatten.
Du weißt nicht, wie mir das fehlt.

Und jetzt sitze ich hier völlig daneben vor meiner Tastatur und mein Kopf ist so von Nützlichem befreit, dass es erschreckend ist. Viel Chaos geht da oben ab. Ein Gewirr aus einer Million Gedanken, die nicht zusammen passen und pausenlos aufeinander knallen. Und ich bringe keine Ruhe rein. Es gewittert in meinem Kopf, so das ich nicht schlafen und oft nicht mehr lachen kann.
Ich habe komplett den Halt verloren. Den Bezug zum Alltag. Ich klammere mich immer wieder an Erinnerungen. Erinnerungen an Momente, die schön und glücklich waren. Dann gelingt es mir manchmal, runter zu fahren, um einschlafen zu können. Das Aufwachen ist dann aber oft um so heftiger.

Und schon ist es wieder so weit! Regungslos sitz ich hier, 1000 Worte in meinem Kopf, die zu dir sprechen wollen und ich bringe sie nicht heraus.

Also mache ich jetzt Schluss für heute und versuche, mich wieder in den Schlaf zu bringen.

Nur eins noch: Wenn du es irgendwie einrichten kannst, ich könnte deine Hilfe wirklich gut brauchen.

Einfach Angst.

Als ich nach der Schule den Plan gefasst hatte, Pilot bei der Bundeswehr zu werden, wurde ich nach Hannover geschickt, zur ersten Station, die Bewerber meistern mussten. Dort stand unter anderem ein Sporttest an, ebenso eine MPU. Ein anderer Bewerber fragte mich, ob ich gar nicht nervös sei und ich antwortete:“Ich bin noch nie durch irgendeine Prüfung gefallen und ich habe nicht vor, jetzt damit anzufangen.“

Und dabei blieb es. Weder in der Abschlussprüfung der Schule, der Gesellenprüfung oder bei den Prüfungen für meine Feuerwehrlehrgänge habe ich nicht eine Sekunde daran gedacht, durchfallen zu können.

Heute bin ich, nach den Vorkomnissen, die dazu geführt haben, dass ich nicht auf die Convention im nächsten Monat gehe, sogar zu ängstlich, um auf Facebook zu kommentieren, wenn ich mich dazu der englischen Sprache bedienen müsste. Ich habe einfach Angst davor, es falsch zu machen und noch mehr, ausgelacht zu werden.
Selbst auf der Arbeit, wo ich mich sonst so sicher wähnte, schrecke ich vor Entscheidungen immer mehr zurück. Als wäre in meinem Kopf eine Blockade entstanden, die mir die Ideen raubt und den Mut, etwas zu probieren oder zu riskieren.

Und so habe ich zurückgeblickt auf die letzten 25 Jahre und darauf, was ich geleistet oder erreicht habe. Ich stand im Sport immer im Schatten meiner Brüder. Wir haben über viele Jahre die selben Sportarten betrieben. Und immer war ich die Nummer 4. Im Handball, beim Schwimmen, beim Badminton. Einzig beim 100m-Lauf war ich einen Hauch schneller als die 3. Und das obwohl ich trainiert habe wie ein Ochse. Neben dem üblichen Training bin ich laufen gegangen, bin nach dem Training noch in der Halle geblieben um mit den Älteren noch weiter zu trainieren. So kam ich auf gute 6 bis 7 Stunden Extratraining die Woche. Für einen Amateur sicher nicht wenig. Dennoch ist es mir nie gelungen, auch nur auf eine Armlänge an sie heran zu kommen. Da ich körperlich nicht mithalten konnte, weil ich immer recht klein, dünn und auch nicht sehr kräftig war, habe ich versucht, dass wettzumachen. Durch Schnelligkeit, Einsatz und Durchhaltevermögen. Es hat nie gereicht. Mein kleiner Bruder hat im letzten Jahr in 4 Spielen 60 Tore geworfen. Ich habe es mal auf 54 gebracht. In einer ganzen Saison.
Als ich vor einiger Zeit in Mamas Keller unsere Urkunden und Medaillen gefunden und geschmökert habe fiel mir auf, dass ich als einziger mehr 4. bis x-te Plätze gemacht habe, als das ich unter den ersten 3 war und auf dem Treppchen stand.

Ich weiß nicht, warum mich das so viele Jahre später noch oder wieder belastet. Fehlt mir ein Erfolgserlebnis? Ich kann mit „Dabei sein ist alles“ nicht viel anfangen. Es ist dieses schreckliche Gefühl, immer nur daneben zu stehen. Nie wirklich dabei zu sein. Jemand zu sein, der austauschbar ist. Und mit jedem Tag wächst der Gedanke, das mein Leben keine spannende Geschichte geben würde. Ich habe nie etwas außergewöhnliches erlebt. Habe in keinerlei Hinsicht spannende Geschichten zu erzählen. Es gibt einfach nichts mehr, worauf ich stolz sein kann.

Als ich vor Jahren mal mit H. darüber sprach und sie nicht verstand, warum es mich so zerfrisst, fragte ich sie, ob sie wisse, was Buzz Aldrin sagte, als er als 2. Mensch den Mond betrat. Sie verneinte, worauf ich sagte:“Niemand weiß das. Weil Armstrong der erste war.“ Ich glaube, dann verstand sie.

Zu schwach für vieles!

Es ist kein großes Geheimnis, dass ich oft verunsichert bin und mich zurück ziehe, verkrieche oder wenigstens im Hintergrund halte.
Aber jetzt scheint es so, als würde mich die kleinste Kleinigkeit vollkommen aus der Bahn werfen. Eben habe ich mein Convention-Hotel storniert und somit hat sich die Convention auch erledigt. Und das wegen einer Kleinigkeit, wegen 2 Kommentaren auf Facebook, die nicht einmal böse gemeint sind. Und ich hab mich so unglaublich lange drauf gefreut aber jetzt sehe ich mich außer Stande, hinzugehen.
Klar hätte ich noch einmal drüber schlafen können um dann zu sehen, wie es mir geht. Aber es wäre immer ein Zweifel geblieben. Oder die Unsicherheit. Und so habe ich gleich nach Feierabend mein Zimmer storniert. Damit habe ich einiges an Geld gespart, frage mich aber schon, wie ich den wenigen, die wissen, wann die Convention ist erkläre, warum ich nicht gehe und warum ich jetzt kein Ticket mehr brauche. Jemand Interesse daran?